Zuletzt befanden wir uns im Yosemite Nationalpark, und unser nächster Trip ging Richtung Death Valley.
Nach einem leckeren Frühstück am 12.08.2016, bestehend aus Bagel, Waffeln und Joghurt, eingenommen mit zwei verrückten Italienern, die zuvor aus Las Vegas gekommen waren und direkt wieder dorthin zurückfahren wollten, einigen Franzose, und Deutschen, ging es los zum nächsten Abenteuer. Dieses Mal sollte es nur eine Fahrt von 5 Stunden werden, bis wir unser Endziel erreichen, mit einem Abstecher im Death Valley.
| trocken |
| Der erste Ausblick |
| Honeybee |
| 110 Fahrenheit = 43,33 Grad Celsius |
| Hallo in der Unendlichkeit |
| natürliche Kunst |
Das Death Valley war auf eine so harte, traurige und tote Weise schön, wie es sich wohl mit keinem Nationalpark in Amerika vergleichen lassen könnte. Und obwohl dies eigentlich nur ein kurzer Zwischenstopp war, den wir noch dazu nutzen, um unseren anual National Park Pass zu bekommen (80$ für ein ganzes Jahr und alle Nationalparks) fand ich diesen Ort doch mit am eindrucksvollsten und am sehenswertesten. Innerhalb von zwei Stunden waren von hohen Tannenwäldern in heiße Wüstenregionen gelangt. Das Extremum der Superlative.
Doch das Death Valley sollte an diesem Tag nicht unser einziges Extremum bleiben, denn es hieß: Vegas Baby! Ich muss dazu direkt sagen, dass ich leider kaum Fotos gemacht habe, was zum einen dran lag, dass mein Weg mich wohl noch mindestens einmal dorthin führen wird und dass ich, zum zweiten, meine Kamera nicht mitnehmen wollte, weswegen es auf einige mickrige Handyfotos hinauslief. Aber das erste kommt direkt:
| Die Aussicht von unserer Suite |
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| Das Stratosphere |
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| Im Bellagio |
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| Venezia - Las Vegas |
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| Qui qui |
Nach einem Happen (Burgen, haha.) ging es dann los in diese verrückte Stadt. Am Tag muss ich sagen, ist Vegas nicht ansatzweise so schön, wie man es sich vorstellen könnte. Es ist eine Stadt, die erst Nachts zu dem wird, was man von ihr kennt. Helle Lichter, verrückte Menschen, blinkende Spielautomaten, teure Geschäfte. Diese Stadt hat mich erschlagen, mit all den Menschen, die niemals müde zu werden scheinen, mit den riesigen Hotels, die man aus Filmen kennt. Versuche ich, darüber nachzudenken, was ich als erstes gesehen oder gedacht habe, kann ich es kaum noch sagen, aber ich glaube es kommt sehr viel mit "Oha", "Wow", und "Oh mannomann" darin vor. Mein Freund Colin mutierte irgendwann in eine Motte, die von allem angezogen wird, was glitzert, und somit war es eher schwierig, ihn nicht aus dem Blick zu verlieren, wenn er wieder hypnotisiert und mit Tunnelblick von einem Licht zum andern rannte und wie eine kaputte Schallplatte wiederholte: Schau mal. Schau mal.
Ob das Hotel Venezia, mit Wasser drumherum und Gondeln, mit hohen, bemalten Decken im italienischen Stil, oder das Bellagio, mit seinen riesigen Spielhallen, bunten Glasblumen und seiner glitzernden Unterwasserlandschaft, oder das Caesars Palace mit seinen 10 riesigen Gebäudekomplexen im altrömischen Stil, ich wurde es nie müde, mich umzuschauen, Ein Zirkuszelt, ein Eifelturm, ja, das war Vegas. Halbnackte Tänzerinnen, wiederauferstandene Elvisse(?). Prüde Amerikaner, die in dieser anonymen Stadt Hemmungen und Schichten fallen lassen. Eine Nacht in Vegas ist wie keine Nacht. Wir ließen uns mit den Massen durch die Stadt treiben, blieben mal hier und mal da hängen, Colin gewann im Belagio 28$, Alicia verlor 8$. Und am Ende fielen wir nach gefühlten 100km laufen und viel zu vielen Eindrücken wie tot ins Bett. Eine weitere Superlative an einem einzigen Tag.
| Hoover Dam |
| Guns are welcome - yep, american |
Manchmal sind Amerikaner schon ein Völkchen für sich. Fragen, wie es einem geht, ohne dass sie es interessiert, machen Komplimente, ohne dass sie es ernst meinen. Ich bin einfach zu unfreundlich für dieses Land. Aber ich übe mich im Komplimente machen und warte schon immer darauf, dass mich irgendwer nach meinem Befinden fragt.
Auf jeden Fall haben wir gut gegessen in diesem Diner und es war auch sehr authentisch und gemütlich. Dann ging es ab zum Grand Canyon, mit der Hoffnung auf etwas Sonne, um doch noch einen Blick zu erhaschen, doch als wir dort in der Dunkelheit ankamen, erstreckte sich vor uns zunächst einmal nur eine gähnende Leere, die nicht ansatzweise vermuten ließ, wie groß und Tief diese Weite vor uns zu sein vermochte.
Doch den einen oder anderen Catch konnte ich noch machen, und schnell hatten wir uns auch etwas spaßiges ausgedacht: Lichtermalen.
Aber auch ohne Licht war dieser Abend toll: Grillenzirpen, Sterne schauen, meine Kamera etwas austesten. Und auch hier, am gefühlten Abgrund der Welt, war der Wind auch Nachts noch warm.
Und die Spannung, zu sehen, was am nächsten Tag aus dieser Dunkelheit erstehen würde, wuchs dadurch noch mehr!
Ich stelle gerade fest, dass ich morgen einen Test schreibe und daher besser noch etwas lernen sollte. ;) Daher erhalte ich euch die Spannung für den Grand Canyon und erzähle euch das nächste Mal, was der Roadtrip noch für uns bereit hielt, denn es gibt noch mehr als den Grand Canyon! :)
Ich schicke euch liebe Grüße nach Hause!
Glück auf, eure Silja




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