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| Totally American |
Hinter der Absperrung erwartete uns dann Britnee, eine Studentin meiner Uni hier in Utah. Sie ist für uns verantwortlich, und hatte extra ein Schild gebastelt. Es wirkte, als wäre sie aufgeregter als ich, und sie entführte uns zunächst zum In n`Out, einem Fastfood-Restaurant für Burger. Schön amerikanisch natürlich. Kaum hatten wir den Laden betreten, erklärte sie den Mitarbeitern erst einmal, dass dies unser erstes amerikanisches Essen wäre, kurzerhand bekamen wir kleine Papphütchen, und dann hieß es, schön amerikanisch mit einem XXL Becher Cola und einem Burger nicht zu erfrieren, denn das, und das könnte ich immer wieder bestätigen, ist hier für mich der größte Kampf, wenn es ums Überleben geht. Amerikaner mögen gerne große Kühlschränke, und zwar nicht nur für ihre Lebensmittel, nein, sie sitzen auch gern selber in einem. Grrr....
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| In den rot-umkreisten Gebäude habe ich Unterricht |
Die erste Nacht in Janets Haus ( Unserer zuständigen Professorin und Institutsleiterin unseres Departments of Communication) verlief aufgrund unseres eher kleinen Jetlags eher unspektakulär, dafür nahm uns Janet am nächsten Tag mit zur UVU, der Utah Valley University, an der ich nun ein Semester studiere. Die Universität ist nicht ansatzweise vergleichbar mit der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen, Der Campus besteht aus bestimmt tausend Gebäuden, um von der einen Seite zur anderen zu laufen braucht man in normaler Geschwindigkeit fast eine halbe Stunde, ohne die Schleichwege, die ich noch nicht kenne. Es gibt eine riesige Fressmeile, einschließlich Subway, Pizza Hut, Tacco Bell, und, und, und. Eine Cafeteria gehört auch dazu, des weiteren findet sich ein riesiger Shop für Bücher und Klamotten in der Etage darunter. Und wenn ich sage Klamotten, dann heißt das: alles von Socken über Pullis zu Sportkleidung. Natürlich immer mit dem UVU-Logo darauf. An sich sind der Campus und die Gebäude sehr modern, mit Starbuck-Automaten, viel grün und vielen Fenstern. Unser Gebäude ist das neuste, und darauf ist die ganze Fakultät recht stolz. Ich bin gespannt, was die Zeit dort noch bringt.Am selben Tag haben wir dann noch Lara und unseren Mietwagen am Salt Lake City Airport aufgegabelt. Lara kam wegen eines Systemzusammenbruchs von Delta einen ganzen Tag später, was unsere Reisepläne zwar etwas beeinflusst, aber nicht verändert hat. Früh am nächsten Tag ging es dann nämlich los mit unserem Roundtrip, beginnend in dem Staat, den die Mormonen das "Land der Honigbiene" nennen, weswegen auch schnell klar war, dass unser Auto, das zwar eigentlich klein, blau und eher sportlich war, unbedingt "Honeybee" heißen musste! Und mit ihm haben wir einiges erlebt:
Am 10.8. ging es los, um 7 Uhr morgens. Die Sonne ging gerade auf, noch war es nicht so heiß. Die rote, sandig-trockene Landschaft von Utah erstrahlte im Morgenlicht, als wir ins Auto stiegen, einer Fahrt von zehn Stunden entgegensehend. Unser erstes Ziel: Yosemite Nationalpark in Kalifornien. Die Fahrt lässt sich in etwa so beschreiben:
| Salz. |
Nach etwa 1 1/2 Stunden Fahrt passierte dann doch kurz etwas. Rechts von uns erstreckte sich im grellen Sonnenlicht die Salzwüste Utahs. Sie lässt sich in etwa so beschreiben: Man nehme eine riesige, leere Fläche und bestreue sie mit sehr sehr viel Salz. Fertig. Es gab jedoch einen Unterschied. Als wir das erste Foto schießen wollte, passierte es, dass Lara bis zu den Schienbeinen einsank. Und es war kein Salz unter dieser ebenmäßig weißen Fläche, sondern ein schwarzes, klebriges Zeug, das dermaßen nach Gülle stank, dass es nicht anders ging,als dass unsere ersten Liter Wasser für eine Fußwäsche für Lara draufgingen. Ihre Flipflops konnten wir erfolgreich retten, auch wenn diese zunächst luftdicht verpackt im Kofferraum Platz finden mussten.
| Hier macht "Ich sehe was, was du nicht siehst" Spaß. |
Die Fahrt danach glich dem bereits genannten Nichts....weitere acht Stunden ging es durch eine Landschaft aus Bergen, Tälern, Büschen, Steinen und vereinzelten Häusern, die jedoch eher verlassen aussahen. So stelle ich mir den wilden Westen vor, es hätten nur die Indianer und die Cowboys gefehlt, in dieser Steppe aus Gras und Sand.
Amerika-
das große Nichts.
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27 Std. |
Im Endeffekt muss ich sagen, dass die Fahrt zum und im Yosemite N.P. schöner war als der "eigentliche" Park selbst. Heißt, dass man zu Yosemite Village fährt, einem kleinen "Dorf" in der Mitte des Parks, von wo aus man zu all den Aussichtspunkten kommt. Jedoch führte einen die Fahrt zu diesem Punkt bereits davr zwei Stunden lag durch eine traumhafte Landschaft. Beginnend mit hohen Bergen und Bergseen, über Geröll, glatte Steinplatten und lustige Bäumchen, war die Fahrt gespickt von S-Kurven, Steinwänden und steilen Abhängen. Einige Fotos:
Kaum im Park angekommen, begegneten wir Alicia und Katrin, zu denen wir seit Beginn der Fahrt kaum Kontakt hatten, da im Park und um den Park herum kein Empfang ist und ich eh noch keine amerikanische Karte hatte. Zusammen machten wir uns auf, diesen Alpen-ähnlichen Park zu erkunden, und entschieden uns für einen Hike hoch zu den Vernal Falls. Bei einer gefühlten 90 Grad Steigung dauerte das auch seine Zeit und meinen Schweiß, bis wir oben ankamen, Bergziegen gleich kraxelten wir den Pfad entlang Oben angekommen, lohnte sich die Aussicht aber.
Der Park an sich eignet sich auch super, um einfach nur die Seele baumeln zu lassen, schwimmen zu gehen oder zu Picknicken. Umgeben von Wäldern, Bergen und riesigen Wiesen fühlte ich mich eher, als wäre ich in Österreich, als in Amerika, was aber wohl auch daran lag, dass auch hier viele Deutsche unterwegs waren. Und nach diesem ersten, traumhaften Erlebnis hieß es am nächsten Tag: Durchs Death Valley auf nach Vegas. Doch dafür kommt in dieser Woche noch ein neuer Blogeintrag, um euch nicht direkt mit zu vielen Infos zu überschwemmen. Außerdem muss ich los zur Uni, und direkt in der ersten Woche zu spät zu kommen kommt glaub ich auch in Amerika nicht so gut. :)
Bis dahin, Glück auf!
Eure Silja



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